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Gartenmelde

auch: Spanischer Salat, Molkenkraut, Maiflitsch (Rheinland)

Atriplex hortensis

Gänsefußgewächs


Eigenschaften: einjährige, dekorative Pflanze, bis zu 2m hoch. Es gibt grün-, gelb- und rotblättrige Sorten.

Standort: anspruchslos, gedeiht auf jedem Gartenboden, nahrhaft-feuchte Böden im Halbschatten bringen den höchsten Ertrag.

Anbau:  s III-IX. Nach dem Auflaufen, spätestens jedoch nach 14 Tagen, auf 20 cm Abstände ausdünnen. Die Blätter regelmäßig ernten, um die Pflanze buschig zu halten. Sobald die Blütentriebe (VII-VIII) erscheinen, diese entfernen. Von den samentragenden Ständen sollte kein Gemüse mehr geerntet werden. Nachfolgesaaten sind laufend bis September ins Freiland möglich. Sie besitzt eine kurze Kulturdauer (3-8 Wochen), kann ausgezeichnet als Spinatersatz verwendet und im Gegensatz zum Spinat  den ganzen Sommer hindurch geerntet werden. Schädlinge treten selten auf. Einen Blattlausbefall an den Triebspitzen bekämpft man durch Entfernen der befallenen Blätter.

Achtung: zu starke Trockenheit begünstigt das Schießen.

Verwendung: Die jungen Blätter als Salat, die älteren wie Spinat zubereiten. Ein kurzes Blanchieren mildert den Bitterstoffgeschmack. Die Samen können mit der Hand auf einem Tuch ausgerieben werden, dann in  die Pfanne oder im Backofen (1 Std. bei 250°C) rösten und als schmackhafte Streuwürze oder zermahlen zum Backen verwenden.

Inhaltsstoffe: Proteine und Kohlenhydrate, Vitamin B und C, Niacin, weiterhin Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium.

Gartentip: Die rote und die gelbe Varietät eignet sich im Gartenbeet als zierender Blickfang zwischen Sommenblumen und Stauden. Gänsefußgewächse vertragen sich nicht mit anderen Gänsefußgewächsen in der Nachbarschaft oder in deren Fruchtfolge. Deshalb sollte man sie nicht mit Mangold oder Rote Bette in Mischkultur setzen bzw. als Fruchtfolge ansäen. Eine besonders empfehlenswerte Mischkultur ist Gartenmelde zwischen den Kartoffelreihen. Will man ein allzu üppiges Ausbreiten der Melden im Garten oder gar das Kreuzen der verschiedenen Gänsefußgewächse (Mangold, Rote Bete, Melde, Spinat) vermeiden, so muss man die unscheinbaren Blütenstände entweder mit Folie umhüllen oder herausbrechen, da sie vom Wind bestäubt werden.

Geschichte: Gänsefußgewächse sind weltweit verbreitet und gehören zu den ältesten Gemüsen. Erste Erwähnungen sind bereits aus dem 4. Jh. v. Chr. bekannt. Eine wichtige amerikanische Meldenart ist Quinoa, das von den Indianern als Körnerfrucht angebaut wurde. Melden gelten heute als das Ackerunkraut schlechthin, dabei waren sie im Mittelalter bis zu den Kreuzzügen in Europa die bedeutendste Gemüsegruppe. In Frankreich nannte man sie auch "Bonne femme" (gute Frau). Von dem aus dem Iran stammenden Kulturspinat wurden sie allerdings völlig aus Gärten und Küchen verdrängt.

"Gemüse des Jahres 2000"

 

 

Rezept

Gartenmelde-Quiche (4 Personen)

Für den Teig:

  • 200 g Vollkornmehl
  • 150 g Quark
  • 1 Prise Salz
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 2-3 EL Wasser

Zubereitung:

Zutaten mischen, Teig kneten; in eine Folie wickeln und eine halbe Stunde lang kühl stellen.

Für die Füllung

  • 1 Zwiebel
  • 800 g Gartenmelde, Sonnenblumenöl
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • Pfeffer
  • Paprika
  • 1-2 Eier
  • 200 g Naturjoghurt oder saure Sahne
  • 200 g Schafskäse oder würziger Hartkäse zum Reiben

Zubereitung:

Die Zwiebel fein würfeln; Gartenmelde waschen, Blätter abzupfen und fein hacken; die Zwiebelwürfel in Öl glasig dünsten; die gehackte Gartenmelde und etwas Wasser hinzufügen, Melde kurz dünsten und mit Gemüsebrühe, Paprika und Pfeffer würzen; den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen und in die gefettete Kuchen- oder Quicheform legen. Eier verquirlen, salzen, mit Joghurt oder saurer Sahne mischen, unter das Gemüse heben; die Mischung auf dem Teigboden verteilen, Käse über der  Quiche verteilen, auf der mittleren Schiene im Backofen bei 180°C 40 Minuten backen