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Zitronenmelisse

Melissa officinalis

Lippenblütler


Ausdauernd, winterhart, krautig, perennierend, Höhe 1m

 

Sie war dem Tempel der Diana geweiht und wurde von den Griechen als Heilkraut verwendet. In Südeuropa hieß sie 'Herzenswonne', und der schweizer Arzt Paracelsus nannte sie 'Lebenselixier'. Er glaubte, das Kraut könne einen Menschen zum Leben erwecken. Ähnlich verkündet das London Dispensary 1696 "Zitronenmelisse, jeden Morgen eingenommen, erneuert die Jugend, kräftigt das Gehirn und belebt Dahinsiechende". John Hussey, von Sydenham in England, wurde 116 Jahre alt, nachdem er 50 Jahre lang zum Frühstück Zitronenmelissetee mit Honig getrunken hatte. Seine Fähigkeit, Melancholie aufzuhellen, wurde jahrhundertelang gepriesen, und auch heute noch benutzt man das Kraut in der Aromatherapie gegen Depression.

 

Anbau

Standort: sonnig und warm

Boden: locker, nicht zu trocken

Säen: ab März im Haus vorziehen; im Frühjahr im Freiland säen, keimt langsam

Pflanzen: junge Pflanzen oder geteilte Stöcke ab Mai

Düngen: Kompost oder Hornmehl zum Austrieb im Frühjahr und nach einer Vollernte geben

Pflegen: auf 60 cm Abstand ausdünnen oder verpflanzen, gelegentlich flach hacken und gießen

Ernten: von Frühjahr bis Herbst einzelne Blätter und Triebspitzen; Haupternte kurz vor der Blüte

Aufbewahren: im Schatten trocknen, frisch einfrieren oder in Öl, Essig oder Alkohol einlegen

 

Verwendung

Blatt: Frische Blätter fein zerhackt in Salat, weiße Saucen zu Fisch, Mayonnaise, Sauerkraut, Salzheringen, Geflügel und Schweinefleisch. Zu Fruchtsalat, Gelees, Pudding, Fruchtsaft und Wein. Für Melissentee frische Blätter aufgiessen oder sie in Schwarztee geben. - Bei Bienenkörben und in Obstgärten pflanzen (Baumscheiben), um befruchtende Bienen anzulocken. An Bienenkörben verreiben, bevor ein neues Bienenvolk einzieht. - Aufgießen als Gesichtsdampfbad oder als Spülung für fettes Haar. In Badewasser streuen. In Duftschalen und Kräuterkissen verwenden. - Frische blätter direkt auf Insektenstiche und Wunden legen oder in Umschlag. Als Tee zur Linderung von Bronchialkatarrh, fiebrigen Erkältungen, Kofweh sowie als Beruhigungsmittel.